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Die Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Fahrenzhausen Viehbach

Die Freiwillige Feuerwehr Fahrenzhausen – Viehbach wurde 1876 gegründet. Der 1. Kommandant war Franz Hartl, der in den Jahren 1876 - 1907 dieses Amt ausübte. Im Jahr 1907 übernahm Josef Heckmair das Amt, welches er bis 1920 ausübte. Der dritte Kommandant war Johann Edlhuber aus Fahrenzhausen. Er leitete die Feuerwehr von 1920 bis 1932. Anschließend war Josef Rauch bis 1949 Kommandant und als Unterkreisbrandmeister tätig. Josef Rauch betreute auch die Mädchen -Löschgruppe, für die es aber keinen Ernstfall, sondern nur die wöchentlichen Übungen gab.

Als die jungen Männer aus der Gefangenschaft nach Hause kamen, baute Josef Rauch eine neue Gruppe mit 10 Mann auf. Die Löschgruppe begann wieder den Feuerwehr dienst mit Übungen, um helfen zu können,  wenn Menschen in Not geraten.

Mittlerweile fanden dann auch junge Männer aus beiden Dörfern zur Feuerwehr . Sie und die Kriegsheimkehrer waren die Männer der „ersten Stunde“ nach der Zeit des Zusammenbruchs. Es war sicher nicht leicht, in den Nachkriegsjahren, in denen alles verpönt war, was nach Kommandoton klang, einen richtigen Übungsbetrieb wieder einzuführen. Aber es gelang!

Es begann sich dann auch bald das überörtliche Feuerlöschwesen zu konstituieren. Johann Knorr, der 1949 Kommandant wurde, ging im gleichen Jahr auf die Feuerwehr schule nach Regensburg. Ihm folgten dann zu weiteren Kursen für die Bedienung der Geräte noch einige Wehrmänner nach. In den Übungsstunden gaben diese ihr Wissen und Können an die nachrückenden jungen Männer weiter.

Damals gehörte die Gemeinde Fahrenzhausen mit der Ortschaft Viehbach zum Landkreis Dachau und war der Kreisbrandinspektion Dachau unterstellt. Die Zusammenarbeit mit dem damaligen Kreisbrandinspektor Georg Blüml war für die Wehr sehr fruchtbar und trug wesentlich zum Idealismus und zur Begeisterung der Feuerwehr unserer Gemeinde bei. Bei der Gebietsreform im Jahr 1972 kam die Ortschaft Fahrenzhausen mit Viehbach als Sitz der Verwaltung für eine sogenannte Großgemeinde zum Landkreis Freising. Die Freiwillige Feuerwehr kam zum Abschnitt 8 des Kreises, aber die Landkreisgrenze spielte in der Zusammenarbeit der Feuerwehr fast keine Rolle.

Im Jahr 1972 machte eine Löschgruppe der Feuerwehr Fahrenzhausen – Viehbach die Prüfung zum bronzenen Leistungsabzeichen. 1973 kam dann eine 2. Löschgruppe dazu, die ebenfalls mit Erfolg die Prüfung absolvierte.

Vitus Ramsteiner übernahm 1976 das Amt des 1. Kommandanten. Danach machte er alle notwendigen Lehrgänge an der staatlichen Feuerwehr schule in Regensburg und gab sein Wissen an die Kameraden weiter. Seit der Amtszeit von Ramsteiner wurden regelmäßig Übungen und Leistungsprüfungen durchgeführt. Geräte und Fahrzeug waren Dank seiner guten Pflege immer auf dem neuesten Stand. Durch seine Bemühungen zum Bau eines neuen Feuerwehr hauses und aufgrund des Antrages der Feuerwehr , beschloss der damalige Bürgermeister Josef Knorr und der Gemeinderat am 26.01.1982 den Neubau.

Der Baubeginn war im Juli 1983 und die Kosten wurden auf 1,6 Mio. DM geschätzt. Während der ganzen Bauzeit war Vitus Ramsteiner voll im Einsatz. Durch die Arbeit der Kameraden wurden 1484 Stunden Eigenleistung erbracht und somit die Baukosten auf 1,05 Mio. DM gesenkt. Nach Fertigstellung am 30.03.1984, wurde am

15. 09.1985 das neue Haus mit einem feierlichen Gottesdienst und vielen Gästen eingeweiht.

Wegen der ständigen Zunahme der technischen Einsätze setzte sich der 1. Kommandant Vitus Ramsteiner für den Kauf eines neuen Löschfahrzeugs ein. Im Jahr 1986 fasste der Gemeinderat den Beschluss, ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 der Marke Mercedes-Benz anzuschaffen. Die technische Beladung stammt von der Firma Ziegler aus Giengen. Das Fahrzeug ist ausgestattet für die technische Hilfeleistung ( Rettungsspreizer und Schere ), Atemschutzgeräte, einem Tank mit 2500 Liter Löschwasser und anderen wichtigen Geräten. Das Fahrzeug konnte am 20.11.1987 bei der Firma Ziegler abgeholt werden. Die Kosten des Fahrzeugs beliefen sich auf 285.000 DM. Hierzu erhielt die Gemeinde einen Zuschuß vom Freistaat Bayern, von der Versicherungskammer Bayern sowie vom Landkreis.

Aufgrund der immer öfter anfallenden Reparaturen und des schlechten Zustands des 30 Jahre alten Ford  Transit beantragte die Vorstandschaft bei der Gemeinde die Anschaffung eines neuen Mehrzweckfahrzeuges. Diesem Antrag stimmte der Gemeinderat im November 2000 zu. Das neue Mehrzweckfahrzeug wird benötigt für kleinere Einsätze wie z.B. Entfernen von Wespennestern, Straßenreinigung, Ölspurbeseitigung und Verkehrsabsicherung. Außerdem wird das Fahrzeug verwendet zur Versorgung bei größeren Einsätzen und für den Transport verschmutzter Geräte. Die Kosten für diese Anschaffung belaufen sich auf etwa 98.000 DM. Bei unserem Gründungsfest im Juli 2001 findet die Einweihung des neuen Fahrzeuges statt.